Truthahn Niedertemperaturgaren Turkey saftig vom Feinsten
Obwohl ich in diesem Jahr eine Weihnachtsgans App für i-Phone und i-Pad vorgestellt habe, gab es bei uns am heiligen Abend wieder Truthahn. Es ist schon seit einigen Jahren zur Tradition geworden, schuld daran waren 3 Thanksgiving Einladungen bei amerikanischen Freunden. Der wunderbare Turkey, mit toller Gravy (Sauce) und traditionellem Familien- Stuffing (Truthahn Füllung) war leider jedes mal absolut trocken gegrillt und daher hab ich mich schließlich daran gemacht, hier einige Rezepte zu verfeinern. Heute wieder ein passender Gourmet Fitfood Tipp - den Ihr ganz einfach nachkochen könnt.
Die Garzeit eines 5 kg schweren Truthahnes wird bei weitem überschätzt, dass muss ich einfach immer wieder schreiben. Ich glaube es müssen stapelweise Kochbücher oder die betreffenden Rezepte umgeschrieben werden.
Das Weihnachts- Update in diesem Jahr: Nachdem ich den Turkey die letzten Jahre immer im Temperatur Bereich von 160 Grad Celsius zubereitet habe sollte heuer wieder mal alles anders werden. Über die 160 Grad - alles keine Hexerei- Turkey Zubereitung - habe ich bereits geschrieben und heuer die Aktion nochmals verfeinert. Bei einem netten Treffen mit Gottfried hat er mir seine Methode erzählt, er macht den Turkey immer 4- 5 Stunden bei 120 Grad Celsius. Das dauert mir zu lange, daher habe ich das Garkonzept und die Würzung in diesem Jahr wie folgt realisiert:
Der Turkey (5 kg) kommt in einen passenden Bräter, wird mit etwas Wurzelgemüse, Knoblauch, Salbei, Rosmarin und blättrig geschnittenen Zwiebeln umlegt. "The Bird" findet in der Mitte Platz und wird mit einigen Apfelstücken gefüllt, nicht zu viel, muss nicht sein. Die Würzung: Honig, Salz und Pfeffer. Der Honig wird halbe - halbe mit lauwarmen Wasser verrührt, dann pinselnder Weise auf den Turkey aufgetragen. Danach folgt noch Salz und Pfeffer.
Die Temperatur stelle ich für etwa eine Stunde auf 140 Grad Celsius Heißluft ein. Der Turkey nimmt dabei schon großartig Farbe - der Honig wirkt. Die Haut wird auch sogleich knusprig. Nach einer Stunde Garzeit gieße ich den Bräter mit etwa 700 ml Hühnerbrühe auf. Diese koche ich einmal am Herd auf und gebe etwas Weißwein dazu. Der Turkey bekommt dann für weitere 150 Minuten den 120 Grad warmen Heißluft Wind und gart schonend und saftig.
Schließlich nehme ich den herrlich gebratenen Truthahn aus dem Ofen. Die Sauce wird in den Topf gegossen, die Füllung und das Gemüse sowie die Aromaten (Kräuter und Knoblauch) gebe ich ebenso zur Sauce. Die Sauce koche ich etwa um 1/3 ein und binde diese dann mit etwas Maisstärke. Dafür 1 EL Maisstärke in kaltem Wasser klümpchenfrei verrühren und dann langsam zugeben. Sauce aufkochen und so lange binden (Stärkewasser beigeben), bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Sauce abschmecken mit Salz und Pfeffer, besonders fein wird die Sauce mit einem Hauch Cayennepfeffer. Den Zimt spare ich mir hier, der passt für mich nicht zum Turkey und ist ohnehin zu dieser Jahreszeit in vielen Plätzchen enthalten.
Da sind wir also schon beim Fitfood Gourmet Tipp. Die Sauce braucht keine Butter, könnt Ihr euch an dieser Stelle sparen. Wenn wir schon dabei sind: Macht bitte, wenn überhaupt, nur eine kleine Portion Mashed Potatoes (Deutsch Kartoffelstampf) dazu, oder Miniknödel. Noch besser sind einige Maronen. Reichlich mit den Gemüsebeilagen wie Wirsing, Rosenkohl und Karotten spielen - so kommt viel Gesundes auf den Teller.
Der Turkey wird von mir lange, bevor die Gäste ankommen oder die Familie am Tisch sitzt, bereits zerlegt. Das ist dann ein beliebter Treffpunkt für die engsten Angehörigen. Wenn in der Küche der Truthahn zerlegt wird, bin ich selten einsam und alle wollen schon mal probieren. Der zweite Grund ist - ich bekomme die Brüste, die vor den Keulen fertig sind exakt auf den Punkt saftig gegart auf den Tisch. Warm halten bei 120 Grad ist dann auch kein Problem oder einfach auf einem Blech stehen lassen und erst kurz vor dem servieren etwa 15 Minuten bei 120-140 Grad Celsius erwärmen. Mehr Hitze braucht das zarte Fleisch nicht - sonst wird es wirklich trocken.
Der Turkey war heuer ein besonderes Highlight und ich würde mich freuen, wenn Ihr diese Variante einfach mal ausprobiert. Weitere Turkey Rezepte findet Ihr an gewohnter Stelle. Bei Fragen bitte unten per Kommentar melden - das funktioniert auch über Facebook.
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