Und Fisch ist doch gesund
Den letzten Fokus konnte ich auf meiner Reise nach Düsseldorf im Flugzeug studieren. Ein großer Beitrag zum Thema "Fisch und gesund" hat meine Aufmerksamkeit erregt.
Interessant, die Einleitung des Artikels schien positiv, obwohl mit recht viel Sarkasmus das Produkt Alpenlachs vorgestellt wurde. Ja, das Kilogramm Alpenlachs für 99 Euro, in der Apotheke, mit viel Omega 3 Fettsäuren, da können sich meine deutschen Discount- Fresser Brüder und journalistischen Sozialisten (keine Brüder) natürlich großartig auslassen.
Schade, dass ein so gut gemachtes Produkt in einem Atemzug mit überfischten Meeren und von Schwermetallen verseuchten Salzwasser- Raubfischen Nennung findet.
Der Neid unserer Gesellschaft ist eben Grenzenlos - anstatt großer Leistung mit Hochachtung zu begegnen, werden lieber gute Dinge platt gemacht und auf der nächsten Seite Harz 4 Empfänger bemitleidet. Aber zurück zur kulinarischen Fokus- Impression: Im Artikel wird von amerikanischen Wissenschaftlern berichtet, die nun der Meinung sind, Fisch zu essen wäre gar nicht so gesund und die Vorteile der Omega 3 Fettsäuren längst nicht bewiesen. Nun auch dazu noch: Waren es nicht die Amerikaner, die uns vor mehr als 20 Jahren das Heil der Kohlenhydrate verkauft haben? Was daraus geworden ist, kann jeder sehen - der großartigste Massenversuch der Menschheitsgeschichte. Fett, Fett, Fett…
Also, bevor ich einem amerikanischen Wissenschaftler etwas glaube, mache ich mir selbst ein Bild. Szenenwechsel - vor einem Jahr: Während bei Lanz kocht Herr Henssler seinen roten Thun brutzelt, treffe ich bei einer Weinprobe einen guten Freund. Er ist im Fischereiministerium beschäftigt, kontrolliert Gewässer und nimmt Fisch- Proben vom Markt. "Wie geht es den Thunfischen" - frage ich Ihn, weil es kein neues Thema für uns ist. "Schlecht" sagt er, "iss nicht zuviel davon" - "und den Schillerlocken" - "schlimm" antwortet er. "Gut" sag ich, "lass uns einen Saibling bestellen".
Zurück im heute: Bei aller Vielfalt die uns heute auf Märkten geboten wird, ist es wieder einmal einzig und allein die Vernunft und der gute Menschenverstand, der uns aus diesem Dilemma bringt. Während unsere Politiker über Klimaschutz referieren kauft Mäxchen Thunfisch in der Dose (oje, die armen Delphine) und Barbie will Ihr Sashimi mittags nach dem Shopping genießen. Dagegen habe ich nichts, wenn es ein punktueller Genuss wäre. Jedoch sind Nahrungsmitteln, die einen Business- Class Flug hinter sich haben und dann erst auf unseren Tellern landen heute leider die Normalität. Der moderne Mensch muss halt alles haben, zu jeder Zeit.
Zum Schluss: Das Raubfische aus dem Meer mit Schwermetallen belastet sind, ist keine Neuigkeit, das wäre jedoch einen großen Beitrag wert gewesen, wie hoch ist Fisch wirklich belastet, wo bleiben die Fakten, Fakten, Fakten, die farbenfrohen Tabellen? Das Kabeljau- Bestände an Überfischung leiden ist ebenso längst bekannt. Zucht und Ordnung ist natürlich wie immer gewünscht, doch es kann ganz einfach sein: Lokale Produkte, die bei uns entstehen sind die Lösung.
Den Alpenlachs hab ich probiert, nur mal 150 Gramm, schmeckt wirklich köstlich.
Die vielen Omegas, die auf mich dreifach übergegangen sind konnte ich sofort spüren. So was merkt man halt als sensibler Zeitgenosse. Wer das glaubt ist auf dem gesunden Weg, weil der Glaube versetzt Berge. Das ist der Beweis, den richtigen Fisch essen, das ist doch gesund.













