Restaurant Meinl am Graben schließt - ein Rückblick
Seit zwei Tagen keine Neuigkeit mehr aber dennoch soll das hier Erwähnung finden. Das Restaurant Meinl am Graben, Wien, schließt in einer Woche.
Das ist sehr schade, geht damit doch ein weiterer oder besser gesagt ein wirklicher Gourmet- Stern am Wiener Genusshimmel unter.
Das Restaurant hat bei mir anfangs keinen guten Eindruck hinterlassen. An einem Samstag Mittag vor einigen Jahren bin ich, mit Begleitung in das leere Lokal gekommen und wollte - unangemeldet speisen. Wir wurden abgewiesen, was an sich nicht schlimm war, obwohl der Laden leer war!
Zurück am Graben begegnet uns eine Freundin - wie das Leben so spielt meint Sie nach eines 3 Minuten- Unterhaltung: "Lasst uns doch zum Meinl gehen und eine Kleinigkeit essen." "Pech sag ich, die sind voll."
Dann kommt alles anders - wir betreten erneut das Restaurant und bekommen einen Platz - geile Einstellung für eine Top- Gastronomie. Das Lokal füllt sich im Laufe des Mittagsgeschäftes gerade mal zur Hälfte. Küchenchef damals war Herr Petz - das Essen und Ambiente war vorzüglich, Danke. Der Weinkellner etwas steif.
Zum kulinarischen Teil von heute: Joachim Gradwohl ist mir als Kollege aus meiner Schuhbeck Zeit bekannt - das soll hier schon gesagt werden. Zu seiner Zeit konnte ich zweimal im Meinl, mit Reservierung, ganz vorzüglich Speisen. Besonders ist mir das Dessert in Erinnerung geblieben - das war wirklich der Hammer. Joachim hat hier immer, und das sagen alle Freunde die dort auch öfter hingegangen sind, großes kulinarisches Kino zelebriert.
So, für heute also ein "sehr schade", der Laden macht jetzt dicht. Ich hoffe das Joachim schnell eine neue Wirkungsstätte findet und drück Ihm die Daumen!
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