Paris zweiter Tag Restaurant Boeuf Sur El Toit
Der zweite Tag in Paris beginnt mit Sonnenschein - das großartige Wetter ist wirklich ein Geschenk. Ein guter Freund, Sascha, trifft sich mit uns zum Mittagessen. Wir sind schon den ganzen Vormittag durch die Stadt gelaufen da kommt das SMS - "Hab für 12:39 bei "Boeuf Sur El Toit" reserviert - 34, rue Collisée". Wir stehen da gerade auf dem "Champs-Élysées" und ich fotografiere den "Arc de Triumphe". Die Richtung gibt in der Folge das IPhone bekannt, daran kann ich mich gewöhnen.
Vorbei an Cartier, tolle und unbezahlbare Auslage, später ein interessanter Peugeot Laden. Die Bilder von neuen Stadtflitzern gleich noch mitgemacht. Auf dem Weg entdecke ich noch eine Fastfood-Pasta- Hütte und beim "Fotografieren" werde ich unsanft unterbrochen. Nicht jedes Geschäft möchte fotografiert werden. Trotzdem einige Bilder und damit der Ausgleich wieder stimmt - ab damit in den rozzblog, der Titel: "Warum Pasta nicht fotografiert werden darf". Doch schnell zum erfreulichen Teil:
Im "Boeuf Sur El Toit" bekommen wir einen schönen Tisch. Die Speisekarte liest sich köstlich, jetzt sind wir in Paris wohl erstmals richtig angekommen. Das Lokal ist im Art Dekor Stil eingerichtet, die Tradition ist spürbar.
Die Kurzübersicht zum kulinarischen Gelage:
Bestellt werden gleich mal Austern, Gänseleber und Beef Tartare sowie Ente. Zum Dessert genehmige ich mir einen flüssigen Schokolade- Kuchen.
Hier die Details:
Das Restaurant sehr klassisch, die Kellner professionell freundlich und flink. Die Gänseleber Vorspeise schmeckt sensationell köstlich, ohne Worte. Eine leicht säuerliche- süße Essigmarinade ergänzt vorzüglich. Der korrekt temperierte Champagner passt perfekt dazu - Süßwein kann ich um diese Zeit nicht trinken. So kommt die Gänseleber doch noch zu ehren. Vorzügliche Kombination und großes Geschmacks- Kino.
Die servierten Austern sind frisch und vom Feinsten, die dazu gereichte Zwiebelmarinade auch. Da entsteht ein interessantes Geschmackserlebnis, wenn die kleinen Meeresbewohner mit etwas Essig und feinen Schalotten konfrontiert werden.
Bei Ente bin ich heikel, hab ich doch schon eine Menge der Entenhausener in meinem Leben selbst zubereitet und von Wien, Hamburg über London und Bangkok in aller Herren Länder gegessen. Die erste Pariser Ente ist leider ein wenig enttäuschend: Die Barbarie- Entenbrust ist zwar zartrosa auf den Punkt gegart, die weiche Haut bleibt jedoch auf der Strecke - knusprig wäre hier ein Pflichtprogramm gewesen.
Die dazu servierte Beilage - ein Süßkartoffelpüree und Salat, optisch und geschmacklich sehr ansprechend. Die Sauce ganz wunderbar, das feine Orangenaroma schmeichelt sich mit Entenbrust und Süßkartoffeln zu einer vollkommenen Geschmacksexplosion.
Das Beef Tartare erscheint eher lieblos serviert. Keine Verfeinerungs- Show, keine frisch geschnittenen Gurken oder Schalotten - alles schon erledigt. Einzig scharfer Senf landet auf dem Tisch. Was optisch fehlt macht der Geschmack wieder Wett, das Fleisch ist tadellos frisch und vorzüglich auf der Zunge und am Gaumen.
Mittagessen, das ist immer so eine Sache - da juckt mich das Dessert immer doppelt. Der Schokolade- Kuchen scheint das richtige Objekt der Begierde - halbflüssig kommt er daher in schwarzem Glanz. Vollkommene Konsistenz, mir persönlich geschmacklich zu wenig am Süß. Auch das Eis - beides etwas zu Herb aber dennoch eine interessante und ganz eigene Geschmackswelt.
Ein tolles Mittagessen, sehr originell, Danke an Sascha für den tollen Tipp ins "Boeuf Sur El Toit" zu gehen und die nette, anregende Begleitung. Besucht das Restaurant, es ist eine tolle Sache.
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