Fucking Hell

Die Namen mancher Ortschaften lassen bei phantasievollen Zeitgenossen so manches Schmunzeln zu. Da ist Kissingen noch harmlos, die Ortschaft Petting oder Pissen ist schon bei weitem interessanter. Laut Medienberichten will nun eine deutsche Brauerei im 90-Seelen-Dörfchen Fucking (Oberösterreich) ein eigenes Bier brauen.

Eine Biersorte könnte dann unter dem klangvollen Namen „Fucking Hell“ den Markt erobern. "Fucking Weizen" oder "Fucking Pils" wären auch interessant aber nicht halb so genial - wie das Timbre der Marke "Fucking Hell".

Angeblich würden gerade Briten das "Fucking Hell" besonders reizvoll finden. So hat das Boulevardblatt „The Sun“ dem möglichen hiesigen Bier eine glorreiche Zukunft prophezeit.

Erst vor einigen Wochen habe ich zum Thema Bier einen interessanten Artikel im Spiegel gelesen. Brauereien haben es schwer, weil der Biermarkt übersättigt ist und in Deutschland immer weniger Bier getrunken wird. So verkauft mancher Discounter Eigenmarken- Bier billiger als Mineralwasser.

Zurück zum "Fucking Hell":
Das Europäische Marken- und Patentamt in München hatte laut „Münchner Merkur“ den Schutz des Markennamens "Fucking Hell" zunächst abgelehnt. Das finde ich persönlich völlig lächerlich. Wenn das Bier aus "Fucking" kommt, österreichisch ausgesprochen [ffuuuking], dann ist das doch eine ordentliche Sache. Laut LEO Übersetzung bedeutet fucking - verdammt. Das Bier würde also übersetzt "Verdammt Hell" heißen.

Der Gipfel ist -  aus Jugendschutzgründen darf das Gebräu künftig lediglich zensiert in Supermarktregalen zum Verkauf geboten werden. Ob das stimmt? Dann wäre das mal wieder typisch Deutsch.

Ich hoffe das diese Sache gelingt - ist es doch eine gute Idee und weiters eine reizende Innovation. Lustig ist dass keiner darüber spricht, wie das Bier schmecken könnte - ist also egal was drin ist? Also mal sehen, ob "Fucking" noch eine eigene Brauerei bekommt oder das ganze nur eine "Bier-Ente" bleibt.

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